Derwish - Suite

Gründung - der Traum

Der Bieler Jazz-Trompeter, Daniel Erismann hat das BBJIO 2007 mit dem Ziel gegründet, ein professionelles kammermusikalisches Jazzorchester zu schaffen, das sich durch seine Instrumentierung von der üblichen Big Band Besetzung abhebt und über einen breiten musikalischen Horizont verfügt: von Jazz über Improvisation bis zu Worldmusic. Das erste Programm, das die spartenübergreifende Formation erarbeitete, nannte sich «Satie ist mir im Traum erschienen», und wurde in Biel, St.Gallen, Luzern, Bern und Basel aufgeführt.

 

BBJIO- Biel-Bienne Jazz & ImproOrchestra

Der Kern des Biel-Bienne Jazz & ImproOrchestra besteht aus Bieler Musikerinnen und Musikern mit unterschiedlichstem musikalischen Hintergrund: von der Jazzsängerin, über von indischen Meistern ausgebildeten Tablaspieler, bis zur Flötistin mit klassischem Hintergrund. Die elf Mitglieder des Orchesters pflegen untereinander einen regen musikalischen Kontakt und treten zusammen auch in Kleinformationen auf. Das BBJIO spielt ausschliesslich Eigenkompositionen oder Werke, die in seinem Auftrag entstanden sind.

 

Daniel Erismann - Jazztrompeter und Komponist

So etwa von Orchestergründer Daniel Erismann selbst, der nicht nur ein vielseitiger Trompeter ist, sondern auch ein subtiler Arrangeur und Komponist. Aus seiner Feder stammt das aktuelle Programms des BBJIO, die «Derwish-Suite». Diese slawisch-folkloristische Jazz-Suite ist ab 2009 im Rahmen eines von der Stadt Biel und dem Kanton Bern ausgesprochenen Werkbeitrags als «Work in Progress» entstanden.

 

Uraufführung

Das Publikum konnte den Entstehungsprozess an Werkstattkonzerten an verschiedenen Veranstaltungsorten in der Schweiz mitverfolgen. Im Mai 2012 fand in Biel die Uraufführung der gesamten, aus sechs Sätzen bestehenden, Suite statt. Ein Konzert, das begeisterte und verzauberte.

 

Derwish - Slawisch folkloristische Jazz - Suite

Die «Derwish-Suite» entführt Musiker und Publikum auf eine Reise zwischen sehnsüchtigen osteuropäischen Melodien und vorwärtstreibenden, verspielten Rhythmen. Die Komposition liefert dem BBJIO das Fundament für musikalische Höhenflüge, denn die auf die Orchestermitglieder zugeschnittenen Improvisationsteile bringen die unterschiedlichste Musikerpersönlichkeiten richtiggehend zum Leuchten.

 

Klangpalette

Doch zu einem unverwechselbaren Klangkörper macht das Biel-Bienne Jazz & ImproOrchestra nicht zuletzt seine unkonventionelle Instrumentierung: Da stehen akustische Instrumente wie Akkordeon, neben E-Gitarre und Schlagzeug, und da wird ohne Worte gesungen.
Die Bläserbesetzung besteht aus Bassklarinette, Flöte und Trompete, und die vielfältigen Perkussionsinstrumente umspielen filigrane Bläser-und Streichersätze.

 

Spielfreude

Eindringliche Melodien, überraschende Klangfarben und die Spielfreude von elf Musikerinnen und Musikern, die auf der Bühne die unterschiedlichsten Facetten ihrer Musikalität ausleben können, machen das BBJIO zu einem einzigartigen Ensemble mit Ausstrahlung weit über Biel hinaus.

 

Faszination

Daniel Erismann will mit der «Derwish-Suite» nicht etwa eine religiöse Aussage machen. Was ihn fasziniert, ist das Bild des Derwisch, der sich im Kreis dreht, sich dabei aber auch fortbewegt und in einen anderen Zustand gerät. Zudem, so der Komponist, sei «Derwish» auch als «Wish» – Wunsch - zu lesen. Denn: «Ohne Wünsche gibt es im Leben keine Erfüllung.»



Biel-Bienne Jazz & ImproOrchestra (BBJIO)

Biographien der MusikerInnen

Daniel Erismann, Trompete/Komposition/Leitung


Aufgewachsen in Biel/BE, als Sohn eines Fagottisten und hatte daher früh Kontakt, zur klassischen Musik. Begann mit 8 Jahren Trompete zu lernen, mit 12 Jahren zusätzlich Gitarre und mit 14 Jahren Congas. Danach folgte ein Studium am Konservatorium Biel/Bern, an der Hochschule für Musik und darstellende Kunst „Mozarteum“ Salzburg und an der Musikhochschule Luzern, Abteilung Jazz. Nach dem Studium (Diplom 1995) Weiterbildung Arrangement/Komposition bei Ed Neumeister und Meisterkurse bei Enrico Rava, Tata Guines, Marco Tamburini, Paolo Fresu, Nicholas Payton, Derrick Gardner und Claudio Roditi. Zahlreiche Studienaufenthalte und Konzertreisen in Italien, Frankreich, Spanien, Deutschland, England, Belgien, Oesterreich, Mexico, Cuba und Korea. Unterrichtet seit 1995 an der Musikschule Biel. Er arbeitet seit 1990 als Solist/Freelance Trompeter, als Komponist für Tanz, Theater, Zirkus und ist immer bereit, musikalisch "Terra inkognita" zu betreten. Auftritte mit dem World Saxophon Quartett am Villette Jazz Festival Paris, Xopf-Festival Basel, Jazzfestival Willisau, Montreux Jazz Festival, Generations Förderpreisband am Jazzfestival Frauenfeld 2002, Dijon Theaterfestival "Frictions" 2005, Prix Walo 2000 mit dem Circus Monti. Aktuelle Projekte sind das Trio Volare, Biel-Bienne Jazz & ImproOrchestra (Leitung) und Caryl Baker 4tett.

 


Fanny Anderegg, Stimme


Geboren 1979 in Biel/Bienne. Sie machte ihre ersten musikalischen Schritte im Alter von 5 Jahren mit dem Klavier und praktizierte dieses während weiterer 14 Jahren. Von 1996 – 1999 nimmt sie am Konservatorium Biel Orgel- und Gesangsunterricht. Drei Jahre später, nach dem Maturabschluss, beginnt sie die Gesangsausbildung am „ Conservatoire de Montreux - Jazz“. Innerhalb des Studiums lernt sie die Sängerinn, Susanne Abbuehl kennen und folgt ihr zwei Jahre später an die Hochschule für Musik Basel Abt. Jazz. 2003 Diplomabschluss in Gesang und Pädagogik. Seidem unterrichtet sie Musik im Tanz-Zentrum „ArtéDanse“ und Gesang. Sie dirigiert Chöre an der Musikschule Biel/Gymnasium Biel und komponierte für das „Théâtre de la Grenouille“ Musik für ein Kinder- und Jugendstück. Im Verlauf mehrer CD Produktionen und einer intensiven Konzerttätigkeit mit ihrem eigenen Quartett, bildet sie sich in indischem Gesang u.a. bei Lakshmi Santra (Indien/Schweiz) weiter.

 


Isabelle Lehmann, Querflöte


Geboren 1967 in Biel. Lehrdiplom am Konservatorium in Biel bei P. A. Bovey. Weiterbildung in Jazz und Improvisation bei J. Stubblefield in New York. U.a. Meisterkurse bei F. Frith ( Freie Improvisation ), B. Morris ( Instant composing ) , W. Offermans (neue Flötentechniken) und Gewinnerin des Studienpreises von "seminari senesi di musica jazz" Siena. Flötistin im Stück "Mon amie la lune" des "Theâtre de la Grenouille" (Biel).Unter anderem Musikerin in der Latin-Jazz Formation "Latin perspective", bei "one times one" (Musik nach Texten von E. E. Cummings), und im Jazzorchester von S. Battaglia "Teatrum" (Italien) Mitwirken bei der Rap-CD „BN“ und CD-Aufnahme mit "Teatrum". Zurzeit engagiert in Jazz 5tett „ Ballads“, in der Pocket Band “Bollywood“ und im “Biel-Bienne Jazz und ImproOrchestra“ (BBJIO). 2013 erfolgreicher CAS Abschluss des Studienganges „ Konzept- und Projektdesign von musikalischen Projekten“ an der HKB. Übernimmt für das BBJIO Management-, Booking- und administrative Aufgaben. Unterrichtet seit 2004 an der Musikschule Biel Kinder, Jugendliche und Erwachsene im Fach Querflöte.

 


Laura Schuler, Violine


Geboren 1987 in Langenthal (BE). Seit 1994 Geigenspiel. Seit 1997 Konzertauftritte in verschiedenen Orchestern. 2004 bis 2006 Konzert-Auftritte mit dem Ensemble ‹Lamina Bernensis›. 2006 bis 2007 Arbeiten und Reisen in Bolivien, Peru und Chile. 2008 bis 2010 Vorkurs an der Jazzschule Bern. 2009 Gründung des Ensembles ‹Chèvre Chô›. Seit 2010 Studium an der Hochschule der Künste Bern im Bereich Jazz. Seit 2011 Mitwirkende im Projekt ‹PANTObïduS›. 2011 Konzerte mit dem ‹Crossover Stringquartet›. Mai 2012 Auftritte und CD-Produktion mit dem BBJIO von Daniel Erismann, Biel. August 2012 Erarbeitung und Aufführungen vom Stück „G`faue“ der Tänzerin Rahel Neuenschwander im Rahmen der l`Art, Langenthal. 2012 Gründung des „Laura Schuler Quartett“.

 


Martin Birnstiel, Violoncello


Martin Birnstiel,1966 in Bern geboren studierte Cello in Bern und Winterthur wo er sein Studium mit der Konzertreife abschloss. Sein weitläufiges musikalisches Interesse von der historischen Aufführungspraxis barocker und klassischer Musik, bis hin zu Experimentalrock und freier Improvisation, machten ihn mit sehr unterschiedlichen Stilen vertraut. Er spielte mit diversen bekannten Improvisatoren wie: Marco Käppeli, Pierre Favre, Bruno Amstad, Hämi Hämmerli, Dorothea Schürch. Seit über 10 Jahren spielt er im Weshalb Forellen Quartett, mit welchem er bis an in sechs Produktionen des innovativen Theaterregisseurs und Musikers Ruedi Häusermann mit wirkte: Auftritte in Graz, Hannover, München, Luxenburg, Hamburg u.v.m. Neben seiner Tätigkeit als Cellolehrer haucht er auch immer wieder eigenen Projekte wie dem Trio Barock Aegophoniker Schweinz (Barock verstärkt) und dem Duo Äxmen
(mit Philipp Zürcher e-guit) neues Leben ein.

 


Antonello Messina, Akkordeon


Geboren 1969 in Palermo. Antonello Messina zählt zu den angesehensten und gefragtesten Musikern der neuen internationalen Jazzszene. Er ist Akkordeonist, Pianist, Komponist, war Leader und Sideman in mehr als 40 Musik- und Theateraufführungen, komponiert und spielt Musik für Filme und Kurzfilme. 2006 nahm er für das Label Dodicilune sein Album „Aziyz“ auf, zusammen mit Fabrizio Bosso, Ettore Fioravanti und Luca Lo Bianco. Antonello Messina gibt regelmässig Konzerte in ganz Europa sowie in Japan, die mit viel Beifall seitens des Publikums und der Fachpresse honoriert werden. Zu seinen zahlreichen, internationalen Kooperationen gehören die Zusammenarbeiten mit Paul McCandless (ein Projekt mit Scala Nobile) sowie neuerdings mit dem israelischen Perkussionisten Zohar Fresco, mit welchem Antonello Messina kürzlich im Rahmen einer Tournée in Israel (Ende 2012) die Aufnahme eines neuen Albums fertiggestellt hat. Im theatralischen Bereich sind die Zusammenarbeiten mit dem Stadttheater Bern sowie der Maag Halle in Zürich von Aktualität. Demnächst wird das Ergebnis seiner neusten Arbeit erwartet, welche in Kooperation mit Umberto Fiorentino, John B. Arnold, Michael Rosen und Luca Pirozzi entsteht.

 


Luca Carangelo, Tabla/ Ghatam/ Kanjira/ Perkussion


Geboren 1968 in Biel/ Bienne. Erste musikalische Erfahrungen auf dem Schlagzeug in den 1980er Jahren.
Erlernt 1990 - 99 bei Jürg Wüthrich die Grundlagen des Tablaspiels und studiert in den folgenden Jahren bei den indischen Meistern Jatinder Thakur und Pandit Anindo Chatterjee. Weiterführende Studien bei Siegfried Kutterer und Ramesh Shotham im Bereich südindischer Rhythmik und Spieltechnik der Perkussionsinstrumente Ghatam und Kanjira. Seine musikalischen Projekte umfassen klassisch indische Musik, Jazz, World und experimentelle Musik. Konzerte im In- und Ausland u.a. zusammen mit Lakshmi Santra, Smita Nagdev, Thomas Niggli, Sarah Büchi, Vinz Vonlanthen, Reto Weber sowie einem Ensemble des Basler Symphonie Orchesters. Langjähriges Mitglied beim Chor der Nationen und im Biel - Bienne Jazz & ImproOrchestra. Gründung des Trommeltrios Percuscope 2006 zusammen mit den Perkussionisten/ Schlagzeuger Omri Hason & Christoph Staudenmann. Radio- und CD Produktionen, Begleitung für Märchen, Tanz, Kinder- und Schulkonzerte sowie Gastreferate und Workshops sind weitere Engagements in seinem musikalischen Schaffen. Seit 2006 Lehrer für Tabla / indische Rhythmik an der Musikschule Biel/Bienne.

 


Samuel Joss, Kontrabass


Geboren 1959 in Bern. Seit 2001 wohnhaft in Biel. Erste Erfahrungen in der Pop und Rockmusik mit dem Elektrobass. Später Ausbildung auf dem Kontrabass an der Hochschule für Künste ehem. Swiss Jazz School in Bern. Danach klassische Studien bei Béla Szédlák.
Aktuelle Mitarbeit in den folgendenen musikalischen Projekten:
Martin Dahanukar Quartett, die Freitagsmusik, Trio Volare, und BBJIO. Eine Auswahl früherer Bands: „Kalabuleband“ u.a mit Clark Terry und Kenny Wheeler, Latin Odysse, Patrick Muller Trio, Sauter Joss und Bitterlins Toy, das „Jazzhorchester“. Seit 1990 Lehrtätigkeit in den Musikschulen Biel, Köniz und am Gymnasium Lerbermatt.

 


Werner Steffen, Bassklarinette/Altsaxophon


Geboren 1959 in Solothurn. Mit 9 Jahren durfte Werner mit seinen Eltern Tanzmusik machen. Zuerst sang er Lieder, begann dann Klarinette zu spielen und mit 13 Jahren Saxophon. Nach Abschluss am Konservatorium Biel mit dem Lehrdiplom im Fach Klarinette, lernte er Improvisationstechniken verschiedener Musikstiele kennen. Er spielte in diversen Formationen Blues, Rock, Jazz, Salsa, Klezmer und freie Improvisation. Er nahm Unterricht in indisch klassischer Musik in Indien bei Shivanath Mishra und bei Ken Zuckermann und Aliakbar Khan in Basel. Es folgten Theaterprojekte, z.B. mit dem Theatre de la Grenouille und diverse Klang-Projekte. Das Experimentieren mit speziellen Klängen ist eine seiner Leidenschaften. 1996 bekam er einen Lotterie-Beitrag und realisierte die CD „Höhlen Klang“, wo z.B. das Tropfen in Klangschüsseln zu hören sind oder der Höhlenwind, welcher Flaschen ertönen lässt. Zurzeit arbeitet er an einem Klangprojekt, in welchem versucht wird die Obertöne des Wassers heraus zu filtern. Seit 1984 unterrichtet er an der Musikschule Grenchen Klarinette und Saxophon.

 


Stephan Urwyler, E-Gitarre


Geboren 1961 in Zürich. 1988 Abschluss an der Swiss Jazz School Bern. Urwyler hat keine Berührungsängste und fühlt sich im Jazz und Rock zu Hause. Er ist auf rund 25 CD's zu hören und lebt in Bern/CH. "Urwyler spielt eine abwechslungsreiche Musik die sich im Dreieck zwischen der glühenden Emphase eines Scofield, der coolen Intellektualität eines Frisell und der warmen Emotionalität eines Metheny bewegt. Urwyler betrachtet den Eklektismus in seiner Musik als eine Art legaler Piraterie. Neugierig öffnet er Stilschubladen und nimmt sich das Beste heraus; groovige Rocksounds liegen ihm ebenso am Herzen wie einfühlsame Balladen und Walking Moods. Coolsein ist in, doch Urwyler ist kein cooler Spieler. Was ihn am Coolsein hindert, ist sein warmes Engagement."Ulrich Roth, Berner Zeitung


 

Lukas Mantel, Schlagzeug


Geboren 1982 in St. Gallen. Zuerst als DJ in einer Hip Hop Crew aktiv, mit 17 Jahren Wechsel zum Schlagzeug. Lässt sich durch afroamerikanische Stile wie Hip Hop, Jazz und Soul ebenso wie durch elektronische und traditionelle Klänge aus aller Welt inspirieren und beeinflussen. Sein Spiel ist beheimatet im Timeplaying, orientiert sich jedoch am Geräuschhaften und findet Gefallen an komplexen Strukturen sowie an der freien Improvisation. Von 2004 bis 2009 studiert er Performance und Pädagogik an der Jazzschule Luzern, wobei ihm Musiker wie Norbert Pfammatter,  Fabian Kuratli und Pierre Favre zu  musikalischen Fähigkeiten verhalfen und tiefen Eindruck hinterliessen. Unterrichtet Schlagzeug an der Musikschule Bremgarten/Zollikofen und ist als freischaffender Künstler in unterschiedlichen Formationen auf schweizer und europäischen Bühnen zu hören. Unter anderen mit: Pierre Favre and The Drummers, Wolfgang Zwiauer, Nat Su, Christoph Baumann, Christoph Stiefel, Christy Doran u.a.


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